Lions Club Cuxhaven: Vortrag und Aufklärungsunterstützung

Inzwischen liegt die Einladung des Lions Clubs zum Vortrag über unsere Arbeit in Cuxhaven zwar einige Monate zurück, der Kontakt und das Interesse an Therapie und Aufklärung seitens des Clubs haben aber keineswegs nachgelassen.

Alles nahm während des 50jährigen Jubiläums des Kreisgymnasiums Wesermünde seinen Lauf, an dem wir als langjährige Kooperationspartner dieses Gymnasiums teilnahmen. Dort traf ich nach vielen Jahren eine alte Bekannte, Frau Staashelm, ehemals Leiterin des Kreisgymnasiums, und aktuell – wie ich erfahren habe – Präsidentin des Lions Clubs Cuxhaven-Leuchtfeuer. Mit Freude habe ich bei dieser Gelegenheit die Einladung Frau Staashelms angenommen, im Rahmen der monatlichen Mitgliedersitzung im letzten November einen Einführungsvortrag zum Thema Autismus-Spektrum-Störungen zu halten. 

Daraus entstand ein Vortrag mit dem Titel „Greta heilen oder Heilung durch Greta? Autismus zwischen Diagnose und Originalität“, der neben klassifikatorischen und ätiologischen Aspekten des Autismus eine Abhandlung der gesellschaftlich-politischen Bedeutung eines Syndroms am Beispiel der inzwischen zentralen Figur des Klimaaktivismus Greta Thunberg, die bekanntlich mit dem Asperger-Syndrom diagnostiziert ist, umfasste.

Im anschließenden Gespräch mit den teilnehmenden Mitgliedern herrschte mitunter Einigkeit darüber, dass eine flächendeckende Aufklärung auch beim Autismus von besonderer Wichtigkeit ist. Diese an sich bekannte Erkenntnis geht mit den Erfahrungen und Indikationen in der alltäglichen klinischen Praxis d’accord, in der eine ausschließlich therapeutische Arbeit mit unseren Klient*innen ohne die Heranziehung des Umfelds wenig zielführend ist. Schlussendlich geht unsere therapeutische Arbeit stets mit der Arbeit mit den Eltern, der Schule und mit weiteren Institutionen einher – mit dem gesamten System des Kindes.

Ein nicht fachfremdes Mitglied, Frau Dr. Geest, die selbst als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in Cuxhaven tätig ist, rundete die Diskussion mit einem konkreten Angebot ab und berichtete von ihren diesbezüglichen Erfahrungen in den Niederlanden, wo Plakate mit einfachen Erklärungen aus der Perspektive von Menschen mit Autismus an öffentlichen Orten Platz finden. Der rege Austausch blieb nicht ohne Resultat: mit Unterstützung und in Kooperation mit Frau Dr. Geest und dem Lions Club arbeiten wir aktuell in Anlehnung am niederländischen Modell an der Erstellung eines solchen Plakates, das nach Fertigstellung an öffentlichen Stellen in der Region verteilt werden soll.

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