Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um unseren Verein:

Welt-Autismustag am 02. April 2019 mit dem Motto: „Eine neue Dynamik für Autismus“.

Leo M. Kohl, Asperger-Autist, wird am 2. April sein Buch „Asperger, mein Leben. Zwischen Intelligenz und Gefühlsleben“ auf einer Lesung von Autismus Bremen e.V. vorstellen. Hier finden Sie die Einladung. Lesung mit Leo M. Kohl zum Weltautismustag

Veranstaltungsort:

Martinsclub e.V.

Buntentorsteinweg 24/26, 28201 Bremen

Beginn 19 Uhr, Dauer der Lesung mit anschließender Fragerunde ca. 90 Minuten

 

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Sie!

Buchautor Leo KohlBildergebnis für leo kohl

 

 

 

 

 

Das kleine Autismus ABC

von Christiane Arens-Wiebel

Erweiterte Neuauflage von Juli 2018 neu bestellbar zum (geänderten) Preis von 10,00 Euro. Bitte bestellen Sie.

 

Asperger-Schulung. NEU ab Herbst 2019

Dienstags 17:00 – 18:30 Uhr

 

Ausführliche Informationen zu der Asperger-Schulung ab Herbst finden Sie unter Standorte/Beratungsstelle/Im Blickpunkt.

 

 

 

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Veröffentlichung aus dem Bremer Regionalverband im Kohlhammer Verlag

Die Autismus-Therapie ist ein facettenreiches Feld, in dem aktuell viel geforscht wird. Im neu erschienen Sachbuch „Autismus-Therapie in der Praxis“, herausgegeben von Barbara Rittmann (Hamburg) und Wolfgang Rickert-Bolg (Osnabrück), sind Artikel von den Leitungen Christiane Arens-Wiebel (Beratungsstelle von Autismus Bremen e. V.) und Dr. Anas Nashef (Leitung ATZs Bremerhaven und Debstedt) enthalten.

Artikel:
Christiane Arens-Wiebel: Der rote Faden in der Autismus-Therapie
Dr. Anas Nashef: Multifamilientherapie für Asperger-Betroffene und deren Familien

Das Buch gibt einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Autismus-Therapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Facettenreich und anhand zahlreicher Falldarstellungen werden einzel- und gruppentherapeutische Methoden der Autismus-Therapiezentren in Deutschland dargestellt. Sie verbinden sich zu einem multimodalen therapeutischen Handeln auf einer klaren ethischen Grundlage. Darüber hinaus werden wichtige Praktiken der Arbeit mit dem Schul-, Familien- und Arbeitsumfeld geschildert. Ergänzend beschreibt eine Betroffene mit Asperger-Syndrom ihre Erfahrungen mit der Diagnose und Versorgungssituation für Erwachsene. Eine rechtliche Einordnung der Autismus-Therapie, die Fachkräften und Eltern aufzeigt, auf welche Grundlagen sie sich bei der Beantragung der Therapie beziehen können, rundet die Artikelsammlung ab. Bei den Autoren des Bandes handelt es sich ausnahmslos um erfahrene Autismus-Experten.

Das Buch ist 2017 im Kohlhammer-Verlag erschienen und kostet 39,00 Euro.

ISBN 978-3-17-033048-1

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40 Jahre ATZ in Bremen                                                         

(von Martina Melzer)

Am 13.10.2017 war es soweit – Autismus Bremen e.V. feierte, gemeinsam mit vielen geladenen Gästen von Behörden, Schulen, Kooperations-Partnern, Klienten, Angehörigen, ehemaligen Klienten, Mitarbeitern und Sponsoren, „40 Jahre ATZ in Bremen.“

Vor 40 Jahren gründete der Verein – damals noch unter dem Namen „Hilfe für das autistische Kind e.V.“ das erste Bremer Autismus-Therapiezentrum (ATZ). In den ersten Jahren war die sogenannte Autismusambulanz, gemeinsam mit der Sonderklasse, im Schulgebäude Am Hulsberg untergebracht. Zunächst arbeiteten hier drei Therapeut*innen mit 13 Klient*innen und deren Familien.

Aufgrund der großen Nachfrage bezog die Ambulanz 1979 eine Büroetage in der Feuerkuhle in Bremen-Hastedt.

1993 waren auch dort die Räumlichkeiten endgültig zu klein geworden und der Verein kaufte eine Immobilie in Bremen-Schönebeck, die bis heute genutzt wird. Seit 2004 kamen nach und nach weitere Standorte hinzu. Dies wurde nötig, da der Bedarf an Therapie nicht mehr durch nur einen Standort gedeckt werden konnte. Heute betreibt der Verein fünf  Autismus-Therapiezentren, davon drei in Bremen (Schönebeck, Neustadt, Gröpelingen), eine in Bremerhaven mit einer Außenstelle in Debstedt. Eine weitere Einrichtung in Bremen-Mitte ist in Planung.

Nachdem in den ersten Jahrzehnten der ATZ Tätigkeit Klienten aller Altersspektren in den ATZs individuell gefördert wurden, entstanden durch eine geänderte Gesetzgebung im Oktober 2015 zwei Heilpädagogische Frühförderstellen Autismus an den Standorten der ATZs in Bremen-Schönebeck und Bremerhaven.

Aktuell werden allein in den Therapiezentren von Autismus Bremen e.V. über 330 Menschen mit Autismus nebst ihrer Familien professionell betreut. Hierzu stehen ihnen insgesamt knapp 70 Therapeuten (in Voll- und Teilzeitbeschäftigung) zur Seite. Zusätzlich haben sich zahlreiche Kooperationen ergeben (beispielsweise mit dem Berufsbildungswerk, Bremer und Bremerhavener Frühförderstellen).

Bei wunderschönem, spätsommerlichen Wetter fand die Feier ab 14 Uhr in den neu renovierten Räumlichkeiten des ATZ Schönebeck statt. Nach Grußworten des 1. Vorsitzenden Herrn Dr. Buhlert, Frau Dr. Rose in Vertretung für Senatorin Stahmann und der Leitung des benachbarten Regionalverbandes Weser-Ems e.V. Martina Steinhaus, konnten die Gäste die Räumlichkeiten des ATZs besichtigen.

Hier stellten sich die Teams der einzelnen Standorte vor und standen als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie präsentierten viel Material aus der Praxis. Ebenfalls stellten sich die anderen Bereiche des Vereins über Informationsmaterialien vor. Für Interessierte gab es zudem einen historischen Rückblick über die 40 Jahre der ATZ-Geschichte.

Zudem hatten sich zwei Klientinnen aus Schönebeck bereiterklärt, ihre Handarbeiten und Kunstwerke auszustellen und zum Verkauf anzubieten. Vielen Dank an dieser Stelle an die Beiden für Ihren Mut und Ihr Engagement.Zusätzlich konnten im Haus Bilder und Texte von Klienten aus dem ATZ in der Neustadt bewundert werden. Dort findet in der Regel ein Mal jährlich die Kunstausstellung „Friends of Art“ statt.

Rund 100 Gäste besuchten die Feier und nutzten die Zeit für interessante Gespräche bei leckerem Fingerfood.

Für diejenigen, die etwas Abstand von diesem Trubel benötigten, waren in den Kellerräumen des ATZs zwei Rückzugsräume eingerichtet.

Diese wurden ebenfalls gern genutzt.

Gleichzeitig war es möglich, die Zeit und das Essen im Garten zu genießen.

Um 18 Uhr endete der offizielle Teil dieser rundum gelungenen Feier.

Die Teams der ATZs bedanken sich herzlich bei Allen, die teilgenommen und ihr Interesse und ihre Wertschätzung an unserer Arbeit geäußert haben.

Gleichzeitig bedanken wir uns beim Vorstand von Autismus Bremen e.V. für die Ausrichtung der schönen Mitarbeiterfeier „nach der Feier“.

Und ich selbst möchte nun die Gelegenheit nutzen, mich nochmal bei allen Teams inklusive dem der Bahnhofsstraße und dem Vorstand zu bedanken, für die großartige Unterstützung bei den Vorbereitungen und der Durchführung der Feier. Vielen Dank – ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen.

Und wie man so schön sagt – nach der Feier ist vor der Feier…

Ich freue mich auf weitere schöne Jahre mit den Kolleg*innen in den ATZs und viele weitere Gelegenheiten, gemeinsam mit und in der Arbeit mit unseren Klient*innen und ihren Familien, kleine und große Erfolge zu feiern.

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Autismus Bremen e.V. beteiligt sich an neuem Inklusions-Reader

(von Christian Schwalb)

Vor dem Hintergrund der bildungspolitischen Entwicklung hat das sogenannte „Bremer Bündnis für schulische Inklusion“ einen neuen Reader zum Thema vorgelegt. Auch Autismus Bremen e. V. bringt sich mit einem Sachbeitrag gut sichtbar ein. Alle an dem Bündnis beteiligten, insgesamt 30 Organisationen, Verbände und Vereine hatten 2015 bereits mit einem entsprechenden Memorandum die Bildungspolitik aufgefordert, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Inklusion im Bundesland Bremen gelingen kann. Der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Joachim Steinbrück verweist anlässlich des neuen Readers auf die Verpflichtung, die Deutschland, aber auch den Bundesländern aus der UN-Behindertenrechtskonvention entsteht. „Nach dem Bremischen Schulgesetz sind die Schulen des Landes Bremen dazu verpflichtet, sich zu inklusiven Schulen zu entwickeln. Die hierfür erforderlichen personellen, konzeptionellen und materiellen Ressourcen müssen abgesichert und weiter ausgebaut werden.“

Die Pressemitteilung des Landesbehindertenbeauftragten Dr. Joachim Steinbrück können Sie hier und den kompletten Reader hier herunterladen.

Hier finden Sie den Beitrag von Autismus Bremen e. V. als Text zum Ausdrucken.

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Großer Andrang bei unserer Veranstaltung AUTISTIN am 26.04.17

(von Katrin May)

Am Mittwoch, den 26.04., informierte Autismus Bremen e. V. über die Auswirkungen des von Fachleuten als tiefgreifende Entwicklungsstörung bezeichneten Autismus.

Viele Interessierte Fachleute aus dem Sozialpädagogischen und Therapeutischen Bereich und auch Angehörige und Betroffene waren zu Gast im Sozialpädiatrischen Institut des Klinikums Bremen-Mitte, als die Fachreferentin Christiane Arens-Wiebel über die umfassenden Unterstützungsangebote des Vereins referierte und die Autorin Heike Drogies ihr Buch Autistin vorstellte.  

Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, hielt ein Grußwort, dankte dem Verein Autismus Bremen – der sich seit 45 Jahren für Menschen mit Autismus engagiert – und zollte dem Verein große Hochachtung. „Inklusion ist ein richtiger und gemeinsamer Weg für unser Leben! Die Ressourcen und Kompetenzen des jeweiligen Gegenübers müssen erkannt werden und man darf nicht vor den Besonderheiten von autistischen Menschen zurück schrecken“, so die Senatorin. Im Gegenteil – „die Gesellschaft sollte sich auf die speziellen Eigenschaften des Autisten zu bewegen und Akzeptanz entwickeln“. Prof. Dr. Quante-Brandt versprach, künftig den Verein insbesondere im Bereich der wissenschaftlichen Forschung über Autismus zu unterstützen. „Das steht auf meiner persönlichen Agenda und ich werde das weiter verfolgen“.

Christiane Arens-Wiebel machte deutlich, dass der Verein zwar mit seinem herausragend engagierten ehrenamtlichen Vorstand bereits viel geschafft habe. So seien fünf Therapiezentren, zwei Wohneinrichtungen, eine ambulante Autismushilfe und eine Beratungsstelle aufgebaut worden und gerade würde eine weitere Immobilie für ein neues Therapiezentrum im Bremer Osten gesucht. Es gebe jedoch noch viel mehr zu tun, so die Fachreferentin von Autismus Bremen e. V. Insbesondere müssten die Diagnostikmöglichkeiten für Autismus-Spektrum-Störungen verbessert werden. Und die Akzeptanz von Therapiemöglichkeiten müsste gerade bei Krankenkassen und Behörden noch deutlich verbessert werden.

[ (c) Michael Bahlo ]

Das Foto zeigt folgende Personen von links nach rechts:

  • Norbert Drogies, Drogies Tomorrow Werbeagentur GmbH, Grafiker des Buchs „Autistin“
  • Christiane Arens-Wiebel, Autismus Bremen e.V., Fachreferentin und Leiterin der Beratungsstelle
  • Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz
  • Heike Drogies, Autorin des Buchs „Autistin“
  • Dr. Burkhard Mehl, Sozialpädiatrisches Institut (Kinderzentrum) am Klinikum Bremen-Mitte, Institutsleiter
  • Daniela Wendorff, Klinikum Bremen-Mitte, Krankenhausdirektorin

Die Informationsveranstaltung wurde durch die Buchvorstellung von Heike Drogies abgerundet. Ihr eigener Sohn wurde mit 22 Jahren spät als Asperger-Autist diagnostiziert und im Nachhinein betrachtet, hätte sie es als Mutter in vielen Situationen schon deutlich früher erkennen können. Doch gerade als Elternteil erkläre man sich die Besonderheiten des Kindes mit ausgeprägtem und durchaus positivem Individualismus. Nach der Diagnose begann sich die Autorin intensiv mit Autismus auseinander zu setzen. Das Buch Autistin verarbeitet ihre Gespräche mit Betroffenen und Experten und stellt diese in Kurzporträts vor. Auf leicht verständliche Art und wunderbar bebildert vermittelt das Buch in Kürze die wichtigsten Informationen über das gesamte Autismus-Spektrum und ist besonders geeignet, um sich dem Thema auf menschliche Art und Weise zu nähern. (www.lebenskuenstler-verlag.de)

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