Autismus Bremen e.V.

Die ersten Erfolge

Drei Monate nach dem Antrag erhielt der Verein die für alle überraschende Nachricht, dass der Innovationausschuss der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung das Bremer Projekt: Kompensatorisches Programm für autistische Kinder als "innovativ", also neuartig und förderungswürdig anerkannt hatte.

Das Kompensatorische Programm wurde zusätzlich zum Unterricht in den jeweiligen Schulen/Tagesstätten am Nachmittag durchgeführt.

Die Eltern dieser sieben Kinder wurden von der Psychologin des Projekts trainiert, das heißt, in die verhaltenstherapeutischen Methoden des Modellversuchs eingewiesen und arbeiteten im Programm selbst aktiv mit.

Damit war eine der (bis heute!) wichtigsten Voraussetzungen für ein verhaltenstherapeutisch orientiertes Programm erfüllt: Elterntraining (nicht nur Anleitung) als ein Teilelement obligatorischer Eltern(mit)arbeit.

Dieses Programm brachte für die sieben autistischen Kinder eine Art Durchbruch: Sie konnten am Unterricht teilnehmen und lernten in kurzer Zeit mehr, als sie vorher in ihren bisherigen Einrichtungen gelernt hatten. Die Vereinseltern hatten erfahren, über welche Lernmöglichkeiten ihr Kind verfügte, wie sie die vorhandenen Potentiale ihres Kindes wecken und weiterentwickeln konnten und wie sie mit dem stereotypen ritualisierten Verhalten und den Verhaltensexzessen umgehen konnten.

Nach diesem Erfolg beantragte der Verein 1976 die Einrichtung einer Sonderklasse für autistische Kinder als Folge - Modellversuch. Auch dieser wurde genehmigt und die autistischen Kinder waren nun ganztägig in der Sonderklasse und wurden nach den bisher erfolgreichen Methoden in allen schulischen Lernfeldern unterrichtet.




 
 
Startseite | eMail

Spendenkonto: Sparkasse Bremen (BLZ 290 501 01) Konto Nr. 170 306 02