Hilfe für das autistische Kind Bremen e.V.

Vereinsgründung

1970 lernten sich einige Eltern im Max-Planck-Institut für Psychiatrie (München) kennen. In dem Forschungsprojekt Behandlung autistischer Kinder mit den Methoden der Verhaltenstherapie wurde ein neuer Ansatz für die Förderung autistischer Kinder von den Münchener Forschem in Zusammenarbeit mit amerikanischen Autismusspezialisten (Prof. Lovaas aus Kalifornien) entwickelt, die schon über Erfahrungen mit der Therapie autistischer Kinder verfügten.

Die Eltern, die zum Teil nach vielen Irrwegen und erfolglosen Behandlungsversuchen fast resigniert hatten, konnten nun endlich beobachten, wie ihre Kinder die ersten Fortschritte mit dem neuen Therapieansatz machten.

Nach dem Ende der klinischen Behandlung machten die Münchener Forscher den Eltern klar, dass sie selbst etwas dazu tun müssten, wenn sie die in München erzielten Behandlungserfolge zu Hause nicht gefährden und ihre Kinder auch an anderen Orten weiter fördern wollten.

In dieser Situation erfuhren die Eltern, dass die Bundesrepublik Modellversuche im Bildungswesen mit 50% aller Kosten fördere, wenn neue pädagogische Ansätze auf ihre Wirksamkeit überprüft würden.

Träger könnten die Bundesländer sein, aber auch eingetragene Vereine.

Da die sieben Bremer Eltern versuchen wollten, mehr für ihre autistischen Kinder zu tun, gründeten sie den Verein Hilfe für das autistische Kind Bremen (1972).
Wichtigstes Ziel des neuen Vereins war es damals, für autistische Kinder, die in Kindertagesstätten oder Schulen nicht ausreichend gefördert werden konnten (wegen ihres "autistischen Verhaltens"), Fördersituationen zu schaffen, in denen sie nach ihren Möglichkeiten und Schwierigkeiten individuell lernen und sich weiterentwickeln konnten.
Zu den Aufgaben des Vereins Hilfe für das autistische Kind Bremen e.V. gehören Informationen an Ärzte, Kliniken zu geben, damit diese Anzeichen für eine autistische Störung möglichst früh erkennen. Nur dann ist es ja möglich, frühzeitig fachlichen Rat und therapeutische Unterstützung zu bekommen.


 
 
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