Im Blickpunkt

 

Wir möchten Sie herzlich zu unserem Elterngesprächskreis einladen!

In der nachstehenden Übersicht finden Sie unsere Termine unter Begleitung von Christine Schollmann, Therapeutin.

 Veranstaltungsort: ATZ Bremerhaven, Mitarbeiterraum (Raum 18)

Jeweils donnerstagsvormittags 9:00 – 10:30 Uhr

 

Folgende Schwerpunktthemen sind geplant:

 

 

August 30.08.2018

 

Umgang mit Sterben und Tod bei Menschen mit Behinderung

Oktober 25.10.2018

 

Herausforderndes Verhalten anhand von mitgebrachten Beispielen

Dezember 06.12.2018

 Innenansichten:

 Berichte von autistischen Personen.

 Ihre Sichtweise der Welt und wie sie ihr  

 Leben gestalten.

 

 Termine und Themen der 1. Jahreshälfte 2019 werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 Getränke stehen zur Verfügung, Kekse und andere Leckereien dürfen Sie selbst mitbringen.

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Offenes Atelier im Autismus-Therapiezentrum Bremerhaven

Leiborientierte Kunsttherapie mit Leib und Seele

Seit September 2017 wird im Autismus-Therapiezentrum Bremerhaven in regelmäßigen Abständen ein Tag des offenen Ateliers durch unseren Kollegen Herrn Grzegorz Biedak organisiert und fachlich begleitet.  Der Materialraum unserer Einrichtung wird zu einem Atelier umfunktioniert, und alle Klienten und Kollegen werden zum Mitmachen und zum freien Gestalten eingeladen.

Herr Biedak, der sich auf die Leiborientierte Kunsttherapie spezialisiert hat, verfügt über reichhaltige Erfahrungen sowohl im Bereich der Kunsttherapie als auch in der Arbeit mit Kindern aus dem Autismus-Spektrum und integriert seit Beginn seiner Beschäftigung im ATZ mit großer Begeisterung und großem Erfolg die Kunsttherapie in die therapeutische Arbeit mit unseren Klienten.

Allein aufgrund der Tatsache, dass viele unserer Klienten visuelle Stärken aufweisen, liegt die Eignung dieses therapeutischen Zugangs nah. Herr Biedak beschrieb dies im Rahmen seiner Ausbildung wie folgt: „Oft reichen schon ein Blatt Papier, Buntstifte und eine kleine Skizze, um in der Therapie das Chaos im Kopf, die Gedanken, Worte und Erlebnisse zu ordnen und darzustellen. Viele von meinen Klienten können ihr Erleben nicht in Worte fassen; die Herausforderung, das alles zu beschreiben, überfordert viele Menschen mit ASS.“ Diese Zugangsmöglichkeit stellt deshalb in vielerlei Hinsicht einen Gewinn für unsere Klienten dar, indem sie eine alternative Ausdrucksmöglichkeit erhalten, frei gestalten, Entscheidungen treffen und mit anderen kooperieren bzw. interagieren können.

Angesichts unserer bereits gemachten und sehr guten Erfahrungen mit diesem Ansatz und in Anbetracht der infizierenden Faszination unseres Kollegen, überraschen der riesige Zuspruch und das Interesse am Offenen Atelier wohl kaum. So ist das Bremerhavener Atelier unverkennbar ein Raum, in dem Kreativität, Entdeckung, Interaktion, Offenheit und Konzentration aufeinander treffen.

Herr G. Biedak

Frau C. Biemann mit Richard

 

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Wir möchten Sie herzlich zu unserem Elterngesprächskreis einladen!

In der nachstehenden Übersicht finden Sie unsere Termine unter Begleitung von Christine Schollmann, Therapeutin.

 Veranstaltungsort: ATZ Bremerhaven, Mitarbeiterraum (Raum 18)

 Folgende Schwerpunktthemen sind geplant:

 

 

15.02.2018

9.00 – 10.30 h

Elternaustausch

19.04.2018

9.00 – 10.30 h

Autismus und Gesundheit / z. B. Arztbesuche                           

03.05.2018

17:30-19.00 h

Autismus und Gesundheit /z. B. Arztbesuche

Achtung ein Abendtermin!!!                

21.06.2018

9.00 – 10.30 h

Ein Spielfilm zum Thema Autismus und ein anschließender Austausch

 Termine und Themen der 2. Jahreshälfte 2018 werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 Getränke stehen zur Verfügung, Kekse und andere Leckereien dürfen Sie selbst mitbringen.

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Ein erstes Projekt einer Mehrfamilienarbeit mit Familien mit Kindern mit Frühkindlichem Autismus in den Autismus-Therapiezentren Bremerhaven und Debstedt

Seit nunmehr 2014 bieten wir in den Autismus-Therapiezentren Bremerhaven und Debstedt in regelmäßigen Abständen Multifamilientherapie für Familien unserer Klienten an. Unsere Arbeit erschien im letzten Monat in Form eines Buchbeitrags im von den Vätern der Multifamilientherapie Prof. Eia Asen (London) und Prof. Michael Scholz (Dresden) herausgegebenen Handbuch der Multifamilientherapie. Die Erfahrungen mit diesem innovativen und damals weltweit ersten Versuch, diesen Therapieansatz bei Familien mit Kindern und Jugendlichen mit Asperger-Syndrom anzuwenden, bestärkten uns darin, erstmals seit August dieses Jahres eine Gruppe für Familien mit Kindern und Jugendlichen mit einem Frühkindlichen Autismus anzubieten. Um der Gruppengröße von mehr als 25 Teilnehmenden gerecht zu werden, hielten wir die Sitzungen in den uns freundlicherweise zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten unseres benachbarten Lehrerfortbildungsinstituts ab.

Wie im Vorfeld der ersten Gruppe herrschte auch hier eine gewisse Skepsis bei uns während der Planungsphase hinsichtlich der Indikation dieses therapeutischen Zugangs für Kinder und Jugendliche mit Frühkindlichem Autismus. Vor allem beschäftigten uns die Umstände des per se reizreichen und kommunikativen Charakters eines Gruppensettings sowie etwaiger Sprachbarrieren und Grenzen der Visualisierung und Strukturierung in solch einem Rahmen. Ungeachtet dessen ermutigten uns die guten Erfahrungen der vorherigen Gruppen, die erprobten MFT-Wirkfaktoren der Solidarität und des Hoffnungschaffens sowie die in Erwägung gezogenen klientenzentrierten Rahmen-Modifizierungen, eine entsprechende Gruppe doch ins Leben zu rufen.

Neben der Entscheidung für kürzere Gruppensitzungen zogen wir weitere Änderungen in Betracht, indem wir etwa unsere Kollegin Frau Sachs als eine dritte im Frühkindlicher-Autismus-Bereich besonders erfahrene Therapeutin heranzogen, deren Fokus auf die Kinder gerichtet war – ohne Verletzung des MFT-Prinzips der Verantwortlichkeit der Bezugspersonen. Wir setzten indessen das Teacch-Modell als Visualisierungs- und Strukturierungshilfe verstärkt ein.

Obschon die abschließenden Gespräche mit den einzelnen Familien noch ausstehen, lässt sich bereits an dieser Stelle anhand der Rückmeldungen der Teilnehmenden von erfolgreichen, Mut spendenden und bereichernden Sitzungen berichten. Entgegen den anfänglichen Herausforderungen für einzelne Klienten und ungeachtet unverhoffter lauter Bauarbeiten im Nebenhaus während des ersten Treffens haben sich die solidarische und verständnisvolle Haltung der Familien sowie entsprechende methodische Interventionen bewährt, so dass die folgenden Termine mit deutlicher Reduzierung anfänglicher Anspannung einhergingen.

Zentrale Themen waren hierbei neben der Charakterisierung der eigenen Familie unter einer unübersehbaren Mitarbeit der Kinder mit Frühkindlichem Autismus psychoedukative Inhalte, die in Gruppen durch die unterschiedlichen Subkontexte (etwa Kinder mit Frühkindlichem Autismus, Väter, Mütter, Großeltern) erarbeitet wurden. Trotz nicht zu bagatellisierender Alltagsschwierigkeiten konnten hierbei aktivierende Momente herausgestellt werden. Damit d’accord gehend fasste ein teilnehmender Vater das Leben mit einem Kind mit Autismus mit folgenden Worten zusammen: „Das Positive an meinem Kind ist der Autismus. Das Negative an meinem Kind ist der Autismus.“

Teilnehmende der MFT-Gruppe

 

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Autismus Bremen e.V.

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